2009-09-29

SPD erneuern


http://spd-erneuern.de/

2009-09-27

Die SPD der Gegenwart, und Zukunft?

Ein Kanzlerkandidat der SPD stellt sich nach einem vernichtendem Wahlergebnis hin, erklärt sich zum neuen Oppositionsführer, und erntet dafür auch noch minutenlangen Applaus. Also mal ehrlich: stellt sich die SPD ihre Rolle für die nahe und ferne Zukunft so vor? Sollen wir jetzt alle froh sein, dass es nicht noch schlimmer gekommen ist? Schlimm wäre es, wenn Steinmeier & Co damit durchkommen würden. Es ist klar, dass für dieses Debakel nicht nur eine Person allein verantwortlich ist. Aber dass mit diesem Führungspersonal (Steinmeier, Steinbrück, Müntefering) keine Wahl mehr zu gewinnen ist, scheint zumindest mir offensichtlich. Da kann man eigentlich nur noch darauf hoffen, dass Schwarz-Gelb das Land in den nächsten Jahren so herunterwirtschaftet, wie es uns angekündigt wurde; soziale Kälte allerorten, so dass sich die Menschen wieder in die Wärme der Sozialdemokratie kuscheln möchten. So richtig einleuchten will mir diese Vision aber nicht, und armselig wären Parteistrategen, sich sie sich allein darauf verlassen wollen. Da würde ich nun gern in den Aufruf der Jusos Bayern einstimmen, nur: wie genau soll denn da erneuert werden? Mir fällt im Moment keine so richtige Alternative zu den drei genannten Herrschaften ein. Hubertus Heil und Andrea Nahles würden sich zweifelsohne sofort und kompromisslos in eine derzeitige Parteiführung einordnen lassen. Als richtiger Neubeginn wäre das aber nur schwer zu deuten. Da sehe ich eher Potential in derzeitigen Juso-Leuten wie Franziska Drohsel, aber für die nächste Wahl? Vielleicht seh ichs ja zu pessimistisch, aber wenn die CDU, CSU und FDP in den nächsten Jahren nicht alles falsch machen, und die SPD weiter mit demselben Gesicht und Programm auftritt, dann werden wir Genossen uns in 4 Jahren tatsächlich über eine Ergebnis über 20 Prozent freuen. Was bleibt ist erstmal nur folgender Schluss: das Ergebnis von heute ist für die SPD eine Katastrophe, und jeder Parteivorsitzende täte gut daran, diese in vollem Ausmaß auf seine Kappe zu nehmen und daraus Konsequenzen zu ziehen. Das hieße dann Verantwortung übernehmen.